2012 – diese Änderungen gibt es bei Minijobs

9. April 2012 | Von | Kategorie: Sonstige Themen

by_Stefan Bayer_pixelio.de – Verkauf im Einzelhandel ist ein klassischer Minijob geworden

Seid ihr einer der fast sieben Millionen Bundesbürger, die einen Minijob ausüben? Dann stehen für euch Ende April oder im Juli einige Änderungen beim Minijob an. Änderungen, welche die Arbeitgeber betreffen, sind bereits seit dem 1. Januar 2012 in Kraft. Die wichtigen Gesetzesänderungen, welche euch als Arbeitnehmer betreffen, werden in den nächsten Wochen auf den Weg gebracht.

Die Änderungen der Minijobs im Überblick

  • Die Verdienstgrenze wird im Laufe des Jahres auf 450 Euro im Monat angehoben. Vor dem Hintergrund, dass die Sozialversicherungspflicht auf den monatlichen Durchschnitt des Jahreseinkommens kalkuliert wird, können monatliche Spitzen so leichter ausgeglichen werden.

Grundsätzlich soll es möglich werden, in zwei Monaten des Jahres über die 450 Euro-Grenze hinaus zu verdienen. Achtet aber darauf, dass ihr nachweisen könnt, dass dieser Mehrverdienst als unvorhersehbar deklariert werden kann.

  • Da ihr als Minijobber aktuell von der Rentenversicherungspflicht befreit seid, könnt ihr auch nicht eventuelle Vorteile aus der Riester-Rente für euch nutzen. Mit der geplanten Gesetzesänderung werden Minijobs rentenversicherungspflichtig. Zum einen könnt ihr dann prüfen, ob sich eine Riester-Rente für euch rechnet, zum anderen erhaltet ihr einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Für die Finanzierung werden die pauschalierten Arbeitgeberbeiträge um 4,6 Prozent im Monat auf 19,6 Prozent erhöht.
  • Wer bislang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung bezahlen wollte, musste dies gesondert beantragen. Möchtet ihr künftig auch keine Beiträge entrichten, müsst ihr jetzt einen Antrag auf Befreiung stellen.
  • Für Arbeitgeber wurden bereits zum 1. Januar 2012 die Beiträge für die Ausgleichskasse von 0,6 Prozent auf 0,7 Prozent erhöht. Diese Regelung gilt für Unternehmer, die weniger als 31 Arbeitnehmer beschäftigen.
  • Künftig muss auch für Mitarbeiter, die einen 400-Euro Job haben, Insolvenzgeld bezahlt werden. Der Beitrag dafür beläuft sich auf 0,4 Prozent des gezahlten Brutto-Einkommens.

 

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