Der Weg zum Devisen-Trader

25. November 2016 | Von | Kategorie: Allgemein

Gastautorin Melissa Schultz hat sich in dem folgenden Beitrag damit beschäftigt, welcher Voraussetzungen es bedarf, um vom Forex leben zu können.

Ein anstrengender Aufstieg zum Trader, aber nicht unmöglich

Viele Menschen sind fasziniert von der Idee – doch selbst Devisenhändler zu werden, schreckt immer noch sehr viele ab. Zahlen und Sonderanlagetechniken sind Stolpersteine, dies es zu überwinden gilt. Immer mehr Menschen spielen jedoch mit dem Gedanken, sich als Trader zu versuchen. Doch die wenigsten haben langfristig Erfolg damit, Geld zu verdienen. Warum ist das so? Die Gründe des Scheiterns sind häufig mangelndes Können. Bestimmte Eigenschaften sollten schon gegeben sein, um erfolgreich zu handeln. Das heißt aber nicht automatisch, dass man als Devisenhändler zwingend ein BWL- oder VWL-Studium absolviert haben, oder viele Jahre als Banker tätig gewesen sein muss. Schaden kann es zwar nicht, aber es ist auch nicht unbedingt notwendig.

Einige behaupten, dass für eine gute Performance möglicherweise sogar ein eigener Studiengang hilfreich sein könnte – zu den nützlichen Feldern gehören sicherlich Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, zwei Richtungen, die sich mit Zahlen und Finanzmärkten auseinandersetzen. Wer nicht die Gelegenheit hatte, eine Universität zu besuchen oder den Bildungshintergrund zu haben, ist nicht benachteiligt, sondern kann beginnen, sich grundlegendes Fachwissen über Forex anzueignen, um besser zu verstehen, wie die Märkte funktionieren.

 

Auf die richtige Einstellung kommt es für den Trader an

Um erfolgreich am Devisenmarkt zu bestehen, sollte man nicht nur die Devisenmärkte und Handelssoftware verstehen, sondern auch über analytische Fähigkeiten und eine starke Psyche verfügen, um schnell zu reagieren, wenn es nötig ist. Man muss sehr viel Geduld haben und sollte sich nicht zu riskanten und unüberlegten Handlungen hinreißen lassen. Falsche Entscheidungen können viel Geld kosten. Devisenmarkt (auf Englisch: Foreign exchange market) ist der Markt, an dem Devisenangebot und Devisennachfrage aufeinandertreffen und zum ausgehandelten Devisenkurs getauscht werden. Man braucht dazu vor allem die richtige psychologische Einstellung. Diese kann man teilweise erlernen und teilweise ist sie schon stark in der Psyche verankert, dass man praktisch nichts mehr ändern kann. Genau wichtig wie die psychische Einstellung ist auch die richtige Einstellung für den Trader zum Risiko selbst.

Beim Devisenhandel ist es wichtig, Risiken eingehen zu können. Vor allem im deutschsprachigen Raum scheuen 90% das Risiko, in anderen Ländern herrscht eine ganz andere Beziehung zum Risiko.

Es gilt zwischen den Finanzmärkten abzuwägen. Genauso ist es beispielsweise auch beim Pokern. Obwohl es sich scheinbar um zwei verschiedene Aspekte handelt, gibt es in Wirklichkeit jedoch einige Ähnlichkeiten zwischen Poker und Forex. Um Geld zu verdienen, braucht es bei beiden erfolgreiche Strategien, die das Gewinnen ermöglichen und vor allem das Verlieren verhindern sollen. Für den Erfolg sollte man die Grundsätze des Money-Managements beherrschen, vorab das Risiko abschätzen und Rendite-Berechnungen durchführen. Der Zeitfaktor, die Vorbereitung und die Kenntnis der Disziplin sind die Voraussetzung, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Umgang mit Stress

Der Umgang mit Stresssituationen ist bei beiden wichtig. Auf jeden Fall ist eine eigene Strategie ausschlaggebend und notwendig, die Frage ist wie man mit Stress umgeht. Stress kann ständig auftreten. Professionelle Pokerspieler sind extrem geduldig, es gibt kaum Spieler, die ungeduldig sind, denn man muss langfristig denken. Natürlich ist es wichtig, mit einem Gewinn abzuschließen, genauso wie an der Börse. Es gibt Hochs und es gibt Tiefs, wenn man aber einen guten Plan hat, lohnt es sich beständig zu bleiben. Es ist wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren und belastbar zu sein, entweder man lernt wie man am besten mit Stress umgeht, dies setzt Erfahrung und Professionalität voraus – oder man wählt eine Strategie, die wenig Stressresistenz erfordert.

Broker-Demos als Training für Anfänger

Um ein professioneller Trader zu werden sind einige Vorkenntnisse bestimmt von Vorteil. Die Meinung, dass man nur mit einem abgeschlossenen Studium Devisenhändler wird, ist längst überholt. Vor allem Trader können sich Kenntnisse zur technischen Analyse leicht selber aneignen. Die Chartanalysten sind heutzutage als Trader definitiv in der Mehrheit. Zwar ist auch eine gute fundamentale Analyse wichtig um Entscheidungen zu treffen, allerdings gibt es zahlreiche erfolgreiche Devisenhändler, die auch nur mit einer reinen Chartanalyse erfolgreich sind. Um sich auf dem Laufenden zu halten, sollte man sich mit den neuesten Techniken in den Bereichen vertraut machen. Eine große Hilfe sind auch Online-Demos für Broker, hier kann ein Trader trainieren, wie man am besten Geld verdient ohne dabei ein großes Risiko einzugehen. Es ist eine gute Möglichkeit, sein Gehalt ein wenig aufzubessern. Die Verbindung von theoretischem Basiswissen und praktischem Lernen trägt maßgeblich zum Erfolg des Tradings bei und sorgt für einen gelungenen Einstieg in die Forex-Welt. Um das Gelernte am realen Markt zu testen, sind diese kostenlosen Demo-Konten besonders gut dafür geeignet, einem den Einstieg zu erleichtern. Handlungsstrategien können über ein Testkonto risikolos ausgetestet werden. Für Anfänger ist diese Vorgehensweise optimal, denn sie können ihre persönliche Taktik immer wieder üben und diese auch erfolgreich beim Trading mit echtem Geld umsetzen. Dort können neue Handelssysteme und Strategien ausprobiert werden.

Nötiges Startkapital für den Trader

Für den Devisenhandel braucht man nicht unbedingt ein hohes Kapital, da schon minimale Einsätze ohne Mindestgebühren möglich sind (anders als es etwa beim Aktienhandel der Fall ist). Für den Anfang ist es für den neuen Trader empfehlenswert, klein anzufangen und im Erfolgsfall weiter zu investieren. Die meisten Trader heutzutage verfügen über ein geringes Startkapital, ab EUR 100 kann man eigentlich schon anfangen, seine ersten Gehversuche zu machen. Selbst Kleinpositionen sind realistischer und lehrreicher, als der Handel auf der Broker-Demo. Man könnte natürlich gleich versuchen mit EUR 50.000 in den Devisenhandel einzusteigen, aber wer mit EUR 500 Verluste macht, wird diese höchstwahrscheinlich auch mit EUR 50.000 machen. Im Idealfall sollte man also sein Startkapital so wählen, dass ein Verlust aus psychologischer Sicht verkraftbar wäre und man ggf. neue Versuche wagen könnte, ohne in finanzielle Nöte zu kommen. Wer von Beginn an, den Druck verspürt erfolgreich sein zu müssen, hat leider nur in den wenigsten Fällen das Glück.

Bevor man also anfängt, sich in den Devisenhandel zu stürzen, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man als Trader bereit für ein finanzielles Risiko ist und ob man den eventuellen Verlust verschmerzen könnte. Hat man die notwendige Disziplin, um sich an aufgestellte Regeln zu halten und ständig an sich zu arbeiten? Bringt man genügend Leidenschaft mit und hat man seine Emotionen in Extremsituationen im Griff? Kann man alle diese Fragen für sich klären, steht einem erfolgreichen Start ins Devisengeschäft wohl nichts im Wege.

 

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