Kontoführung – Pauschalen, die die Welt nicht braucht

13. April 2012 | Von | Kategorie: Banking

Ich bin mir ziemlich sicher, jeder von euch, der diesen Beitrag liest, hat ein Girokonto. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, die meisten von euch zahlen treu und brav jeden Monat eine Kontoführungspauschale. Wenn ihr euren Bankmitarbeiter fragt, warum, wird er sagen „Sie müssen das verstehen, das sind Kosten, die Buchungen sind ja nicht umsonst, und wir bieten doch auch SERVICE!“ Ach – Service. Die Realität sieht anders aus und Kontoführungspauschalen sollten eigentlich der Vergangenheit angehören. Warum das so sein sollte, lest ihr hier.

Die Pauschale für die Kontoführung – verbranntes Geld

by_artefaktum_pixelio.deDie lokalen Banken und Sparkassen vor Ort scheuen sich nicht, immer noch jeden Monat zwischen 4,99 Euro und 9,99 für die Kontoführung in Rechnung zu stellen. Die Frage ist, wofür? Nicht nur eine große deutsche Bank, auch die Sparkasse vor Ort leitet ihre Kunden, die beispielsweise eine Überweisung ausgefüllt haben möchte, dezent zu den Automaten im Vorraum des Schalterbereiches, damit diese den „Service“ doch bitte selbst übernehmen. Das geschieht ohne Rücksicht auf das Alter der Kunden. Auch mit über 80 sollte man noch lernfähig sein (das ist keine Fiktion, sondern von mir erlebt). Das schafft zeitlichen Spielraum für die Mitarbeiter, sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen – dem Vertrieb. Versicherungs- oder Fondsverkauf bringen mehr an Provision als eine Dienstleistung im Rahmen der Kontoführung.   Wenn ihr als Bankkunden entweder über das Online-Banking oder die Automaten in den Filialen den Service für euch selbst übernehmen sollt, dann könnt ihr doch eigentlich auch das Geld für die Kontoführung selbst behalten, richtig? Rechnet doch einmal zusammen, wie viel ihr im Jahr, inklusive der Kreditkartengebühren, an eure Bank bezahlt. Fakt ist, diese Leistungen und mehr gibt es bei anderen Instituten umsonst, aber nicht vergeblich.

Ein Kontenvergleich im Internet bringt Klarheit – Ausgaben für die Kontoführung sind überholt

by_manwalk_pixelio.de

Wer sich einmal die Mühe macht, und in einer Suchmaschine den Begriff „Girokontovergleich“ oder ähnliches eingibt, wird schnell fündig. Übersichten über die günstigsten Girokonten gibt es wie Sand am Meer. Das Internet vergisst nicht und das Internet bringt es an den Tag. Es sind nicht nur die Direktbanken, auch die ersten Banken mit Filialen bieten euch kostenlose Kontopakete ohne gesonderten Aufwand für die Kontoführung an. Kostenlos heißt: solange ihr euer Konto nicht überzieht und Dispozinsen fällig werden, zahlt ihr keinen Cent.

  • Bei „kostenlosen“ Girokonten fällt definitiv keine Kontoführungsgebühr an
  • Die Maestrocard ist mit Partnerkarte kostenfrei im Kontopaket enthalten
  • Je nach Anbieter gibt es eine Visa- oder Mastercard inklusive Partnerkarte ohne Jahresgebühr
  • Mit der Kreditkarte könnt ihr weltweit an Geldautomaten kostenlose Barverfügungen vornehmen
  • Teilweise entfällt sogar die Gebühr für die Devisenumrechnung bei der Kontobelastung in Euro
  • Die Zinsen für Dispositionskredite liegen deutlich unter den Zinssätzen, die von Filialbanken und Sparkassen berechnet werden. Im günstigsten Fall beträgt die Differenz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags  50 Prozent.

Es gibt eine Direktbank, die 50 Euro für die Kontoeröffnung zahlt und 100 Euro, falls das  Konto wieder geschlossen werden sollte – die Marketingabteilung weiß, warum sie diese offensive Marketingstrategie fahren kann: weil die Bankkunden in diesem Land langsam aber sicher erkennen, dass sie keine Melkkühe mehr sind, sondern Banking ein Produkt wie jedes andere auch geworden ist. Die besten und günstigsten Anbieter liegen vorne. Vergleicht einmal die oben genannten sechs Punkte der kostenlosen Serviceleistungen mit dem Gebührenkatalog eurer Hausbank und rechnet einmal zusammen, wie viel ihr inklusive der Barabhebungen im Urlaub in den letzten zwei Jahren bezahlt habt. In der Summe sind es schnell über 100 Euro im Jahr. Bei der Ersparnis hätte die Urlaubskasse gelacht.

Kontoführung und meine Meinung

In diesem Artikel findet sich kein Link zu einer Direktbank oder einem Vergleichsrechner, er ist auch  nicht werbefinanziert, sondern spiegelt meine ganz persönliche Meinung zum Thema Kontoführung wider.

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