Magere Rendite – die Kosten senken

25. Juli 2012 | Von | Kategorie: Geldanlage

Die Zinsen sind aktuell auf einem historischen Tiefststand, die Kapitalmärkte unruhig und es vergeht kein Tag, an dem die Rating-Agenturen nicht ein Land oder Unternehmen in der Kreditwürdigkeit herabstufen. Für Anleger sind die Zeiten alles andere als rosig, um eine solide und nennenswerte Rendite zu erwirtschaften, weder im Einlagen- noch im Börsenbereich. Das einzige, was wirklich stabil ist, sind die Kosten für Depotführung und Wertpapierorders. Eigentlich wäre es an der Zeit, hier einmal nachzudenken. Wenn magere Renditen auch noch durch Kosten aufgezehrt werden, solltet ihr gegensteuern. Mit ein paar Ansätzen lassen sich schnell dreistellige Eurobeträge einsparen und die Netto-Renditen der Anlagen erhöhen.

by_Andreas Morlok_pixelio.de

Depotgebühr frisst Rendite

Depotgebühren sind auch in Zeiten unruhiger Börsen und niedriger Kapitalmarktzinsen eine Konstante. Die Banke stellen sie euch, prozentual abhängig vom Depotvolumen, in Rechnung. Wenn ihr euch einmal einen Depotvergleich im Internet anschaut, stellt ihr aber schnell fest, dass die Kosten für die Depotverwaltung eigentlich der Vergangenheit angehören. Die Filialbanken und Sparkassen halten eisern daran fest, Direktbanken und Online-Broker zeigen aber, dass es auch ohne geht. Kostenlose Depotführung ist heute in diesem Marktsegment Standard. Schaut euch einmal euren Depotauszug an, um zu erfahren, wie viel Rendite für das Gesamtdepot euch durch diese Kostenposition verloren gegangen ist. Ein Wechsel zu einer Direktbank ist in diesem Fall eine Überlegung wert.

Orderkosten kosten Rendite

„Es ist viel passiert, es passiert gerade viel  und es wird noch mehr passieren. Wir müssen gegensteuern.“ Mit diesen Worten versuchte ein früher Bankkollege von mir, seine Kunden an den Schreibtisch zu bekommen. Warum? Zum Umschichten des Depots, denn daran verdient die Bank. Oder wie sagt eine alte Weisheit? „Hin und her macht Taschen leer“ – Ordergebühren gehen zu Lasten der Rendite, werden aber klassisch immer noch prozentual über das Ordervolumen berechnet. Es geht auch anders. Wieder sind es die Direktbanken und Online-Broker, die neue Wege gehen. Das Zauberwort heißt Flatrate. Bereits ab 5,90 Euro könnt ihr im deutschen Handel investieren – völlig unabhängig davon, ob das Kauf- oder Verkaufsvolumen 2.000 Euro oder 15.000 Euro beträgt. Nehmt einmal eure letzte Wertpapierabrechnung und berechnet die Differenz zu den Kosten, die man euch in Rechnung gestellt hat. Eine Hochrechnung der gesamten Transaktionskosten über das Jahr im Vergleich zu den Transaktionskosten bei einer Flatrate zeigt, dass eure Netto-Rendite deutlich höher sein könnte.

Agio mindert Rendite

by_Benjamin Klack_pixelio.de

Ausgabeaufschlag muss durch die Rendite erst verdient werden

Investmentfonds erfreuen sich sowohl bei Anlegern als auch bei Banken großer Beliebtheit. Als Anleger müsst ihr euch nicht um die Auswahl der Einzeltitel kümmern und den Markt im Auge behalten, die Banken verdienen am Ausgabeaufschlag. Bei Aktienfonds sind dies immerhin bis zu sechs Prozent. Die Frage ist nur, wie lange es, gerade bei turbulenten Börsen, dauert, bis diese Kosten, zusätzlich zu den anderen Gebühren des Fonds, erwirtschaftet sind. Wieder einmal sind es die Anbieter im Internet, die zeigen, dass man die Rendite durch Kostensenkung steigern kann. In der Regel könnt ihr dort die Fonds mit einem Rabatt zwischen 50 und 100 Prozent auf den Ausgabeaufschlag erwerben. Halten wir doch einmal kurz inne und rechnen. Einem Depot, das Depotgebühren kostet und Fonds mit fünf Prozent Ausgabeaufschlag steht ein kostenloses Depot und ein Fonds mit sagen wir 2,5 Prozent Agio gegenüber – die Frage nach der höheren Rendite auf das Gesamtdepot ist schnell beantwortet, oder?

Auch mit Tagesgeldern lässt sich noch Geld verdienen

Wenn ihr keine Anhänger von Aktien und Fonds seid, und den klassischen Einlagen den Vorzug gebt, bemüht doch einmal einen Tagesgeldvergleich. Auch wenn die Konditionen der Banken vor Ort noch so schön sind, und euer Anlageberater euch auch mit blumigen Worten einen Zinssatz eingeräumt hat, den er „eigentlich gar nicht geben dürfte, aber ….“ – an die Zinsen der Direktbanken dürfte er kaum heranreichen. Während die Guthaben auf den Konten bei Filialbanken sukzessive von der Inflation aufgefressen werden, bieten Direktbanken eine Rendite, welche immer noch über dem Kaufkraftverlust liegen wird. Tagesgelder erzielen inzwischen eine höhere Rendite als Festgelder im 2-Jahresbereich. Auf fünf Jahre Anlagedauer sollte sich bei dem aktuellen Zinsniveau niemand einlassen, Festgelder sind bis auf wirtschaftliche Notfälle nicht kündbar, und verhindern somit ein Umsteigen bei anziehenden Zinsen.

Es gibt sie also, die Möglichkeiten, die Rendite des gesamten Investments zu erhöhen, ohne spekulieren zu müssen – die Senkung der Kosten trägt ihren Teil dazu bei.

Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg