Tagesgeld, Festgeld, Termingeld, kein Geld

25. März 2012 | Von | Kategorie: Geldanlage

Die Unterschiede ergeben sich aus den Namen. Über Tagesgeld könnt Ihr täglich verfügen, Termin- oder Festgelder sind zu einem bestimmten Zeitpunkt fällig. Nun sollte man denken, je länger Ihr Euer Geld der Bank zur Verfügung stellt, um so höher wird der Zins, den sie Euch zahlt. Diese Aussage hat auch durchaus Gültigkeit, der Zins bei einem Festgeld über fünf Jahre ist allerdings nicht berauschend.

by_Manfred Jahreis_pixelio.de – mit Tagesgeldern flexibel bleiben

Tagesgeld wahrt Flexibilität

Ein  Tagesgeld– oder Termingeldvergleich zeigt, dass diese Einlagenart den Banken in erster Linie der Neukundengewinnung dient. Überdurchschnittliche Zinsen auf  Tagesgelder für ein bestimmtes Einlagevolumen auf eine bestimmte Dauer, in der Regel sechs Monate, ziehen neue Kunden an. Vergleicht Ihr die Konditionen für Tagesgelder für Neukunden mit den Konditionen für Termingelder, werdet Ihr Euch schnell fragen, weshalb Ihr Euch mittelfristig binden solltet. In einigen Fällen übersteig der Zins für ein täglich verfügbares Tagesgeld sogar die Angebote von anderen Instituten im Termingeldbereich. Ich werde nie verstehen, weshalb es einer großen deutsche Bank (das n fehlt mit Absicht) immer wieder gelingt, mit sechs- beziehungsweise zwölfmonatigen Termingeldern zu nicht besonders guten „Sonder“-Konditionen Milliarden an frischem Geld zu generieren. Tagesgeldkonten  eröffnet Ihr ebenso schnell, wie Ihr  sie schließen könnt. Wenn Ihr einen Blick in die Tagegeldvergleichsrechner werft, seht Ihr immer die tagesaktuellen Konditionen und könnt umschichten. Da viele der subventionierten Lockangebote maximiert sind, spricht nichts dagegen, darüber hinausgehende Beträge bei anderen Banken zu Neukunden-Konditionen anzulegen. Zu Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen spricht nichts dagegen, zum Zinsnomaden zu werden. Werdet aber vor lauter Freude über höhere Zinsen nicht gierig. Der zweite Blick, nach dem auf die Rendite, sollte der Einlagensicherung gelten. Nicht alle ausländischen Anbieter unterliegen einer Einlagensicherung nach deutschem Vorbild.

by_D. Braun_pixelio.de – Kombinationen rechnen sich für die Anleger selten

Termingeld als Kombiprodukt

Eine Kombination, welche sich bei Termingelder zur Einwerbung frischer Gelder ab  und an bei Banken einer gewissen Beliebtheit erfreut, ist die Koppelung von Einlage und Anlage. Für 50 Prozent Eures Geldes erhaltet Ihr für beispielsweise sechs Monate einen „Vorzugs“zinsatz gegenüber bestehenden Einlagen. Die anderen 50 Prozent werden in einen Fonds aus einer vorgegebenen Auswahl von Investmentfonds, in der Regel Aktienfonds, angelegt. Super Deal – denn: der Ausgabeaufschlag wird für gewöhnlich in voller Höhe durchgeholt. Damit Ihr auf die Hälfte Eurer Einlage für sechs Monate drei Prozent Zinsen bekommt, zahlt Ihr für die andere Hälfte 5 Prozent Agio. Ob der Fonds in diesen sechs Monaten erst einmal das Agio und die Depotverwaltungsgebühren erwirtschaftet, steht auf einem anderen Blatt. Die Erfahrung hat gezeigt, liegen die Papiere erst einmal im Depot, bleiben sie dort auch. Wer Geld in Fonds anlegen möchte, kann dies auch ohne Ausgabeaufschlag. Wechselt Ihr mit Eurem Depot zu einem Online-Broker, bekommt Ihr dort auf das Tagesgeld überdurchschnittliche Zinsen. Der Vorteil gegenüber den Kombiprodukten liegt klar auf der Hand.

Ein paar Tipps, wie Ihr das Thema „kein Geld“ angehen könnt, findet Ihr hier.

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