Wann macht eine Umschuldung Sinn?

23. März 2012 | Von | Kategorie: Kredite

Ratenkredite haben zusehends längere Laufzeiten, Hypotheken laufen in der Regel 20 Jahre und länger. Ärgerlich, wenn Ihr diese Verträge zu einer Zeit mit hohen Zinsen gezeichnet  habt. Bei Niedrigzinsphasen schaut manch ein Hauseigentümer neidisch zu den Nachbarn, die mit deutlichem Zinsvorteil finanziert haben. Der Gedanke an eine Umschuldung muss gar nicht abwegig sein.

by_Rainer-Sturm / pixelio.de – Finanzierungspläne genau prüfen, damit die Umschuldung rund bleibt

Aber Vorsicht – Umschuldungen sind mit Kosten verbunden

Wenn Ihr feststellt, dass Eure Zinsen deutlich über dem aktuellen Marktzins liegen, kann eine Neuordnung der Finanzierung absolut sinnvoll sein. Sie muss nur stimmen. Euer erster Blick sollte dem Kreditvertrag gelten. Daraus geht hervor, ob Euer Finanzierer bei einer vorzeitigen Darlehensablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellt. Dabei handelt es sich um eine Kompensation für die entgangenen Zinsen bis zum regulären Laufzeitende des Darlehens. Als nächstes verschafft Euch einen Überblick über die Gesamtsumme der noch zu zahlenden Zinsen bis zum Ende der Darlehensfestschreibung. Im nächsten Schritt ermittelt Ihr, welche Kosten im Rahmen einer Grundschuldlöschung und Neueintragung auf Euch zu kommen. Plant Ihr die Bank  zu wechseln, lasst Euch die Bearbeitungsgebühren für das neue Darlehen nennen. Nachdem diese Daten jetzt vorliegen, wird die neue Darlehenssumme ermittelt, die finanziert werden muss. Restschuld zuzüglich Vorfälligkeitsentschädigung, Grundschuldkosten und Bearbeitungsgebühr sind in der Summe das neue Kreditvolumen.

Vorfälligkeitsentschädigung verhandeln

Verlangt die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung, ist alles Bestens. Besteht sie auf einem Zinsausgleich, beginnt für Euch das Verhandeln. Vorfälligkeitsentschädigungen sind nicht in Stein gemeißelt. Möglicherweise verzichtet das Unternehmen darauf, wenn der Kredit im Haus bleibt, und nur die Konditionen geändert würden. Dies erspart auch die Kosten, welche mit einer Neubestellung der Grundschuld verbunden sind. Auch wenn die aktuell finanzierende Bank vielleicht um 0,3 Prozent teurer ist, als der Anbieter mit dem aktuell günstigsten Zinssatz, kann durch die Einsparung dieser Kosten das leicht teurere Darlehen wieder relativiert werden.

Grundsätzlich gilt aber, dass vor der Umschuldung die Finanzierungspläne genau mit einander verglichen werden müssen. Ihr seht, der Zins ist nicht das einzige ausschlaggebende Kriterium. Die anfallenden Kosten können diesen schnell wieder unrentierlich machen.

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2 Kommentare auf "Wann macht eine Umschuldung Sinn?"

  1. Peter sagt:

    Die Umschuldung von Krediten macht bei dem heutigen Zinsniveau Sinn. Viele Kredite wurden in den letzten Jahren mit einem Jahreszins zwischen 6 bis 8% abgeschlossen, heutzutage können Kredite sogar schon mit 2% finanziert werden. Es lohnt sich auch die alten Verträge prüfen zu lassen, viele wurden mit falschen Widerrufsbelehrungen abgeschlossen und können ohne Vorfälligkeitsentschädigung gekündigt werden.

  2. Peter sagt:

    Die Umschuldung von Kosumkrediten durch einen neuen Kredit mit geringeren Zinskosten lohnt sich, wenn die Ablösekosten kleiner sind als die Zinsersparnis durch den neuen Kredit. Jedoch wird dabei nur ein Teil des Problems angegangen. Der Kreditnehmer hat immer noch Kreditraten zu bedienen und seine Kreditwürdigkeit leidet unter Diesen. Die http://www.wirtschaftskanzlei-vogt.de bietet die Umschuldung durch Kapitalanlagen, hierbei wird der Kredit durch erwirtschaftete Gewinne aus der Kapitalanlage getilgt, Vermögen aufgebaut und gleichzeitig die Bonität verbessert.

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