Wohn-Riester bei Fremdvermietung

26. Mai 2012 | Von | Kategorie: Allgemein

Wohn-Riester gewinnt an Popularität

Die vor einigen Jahren zusätzlich eingeführte Vorsorgelösung im Rahmen von Wohn-Riester findet, trotzt anfänglicher Skepsis, immer mehr Befürworter in der Bevölkerung. Grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, den Staat nach der Streichung der Paragrafen 7b und später 10e EStG wieder an der Finanzierung einer eigenen Immobilie zu beteiligen. Was aber passiert, wenn die selbstgenutzte Immobilie vermietet werden soll?

Wohn-Riester ist für Eigennutz gedacht

Wohn-Riester besser als gedacht

by_Thorben Wengert_pixelio.de – Wohn-Riester besser als gedacht

Wenn ihr euch für das Thema Wohn-Riester interessiert, ist der Ansatz zur Förderung die Eigennutzung der Immobilie. Mit Wohn-Riester soll dem Gedanken, dass eine schuldenfreie Immobilie Teil der Altersversorgung ist, Rechnung getragen werden. Die Überlegung, dass auch eine entschuldete, fremd vermietete Immobilie als Altersversorgung propagiert wird, entfällt dabei völlig. Bei der Entscheidung für eine  Wohn-Riester Förderung könnt ihr zwischen speziell zertifizierten Bausparverträgen oder einer direkten Förderung des Hypothekendarlehens wählen. Die Finanzierung wird in diesem Fall zum einen über die Grundzulage, zum anderen über den möglichen Sonderausgabenabzug der Riester-Beiträge über die Steuererklärung staatlich gefördert. Gerade für Familien mit Kindern kann diese Lösung, auch bei bestehenden Finanzierungen, nach der Streichung von staatlichen Hilfen beim Immobilienkauf interessant sein. Voraussetzung ist allerdings, dass das Objekt auch tatsächlich selbst genutzt ist. Und genau darin liegt die Krux. Der Arbeitsmarkt hat sich dahin gehend gewandelt, dass viele Arbeitnehmer heute nicht mehr wissen, ob sie die nächsten 20 Jahre, respektive bis zum Rentenbezug, an einem Ort leben werden.

Wohn-Riester und Arbeitsplatzwechsel – was tun?

by_Campomalo_pixelio.de

Wenn ihr euch dafür entschieden habt, eine Immobilie zu erwerben und einen Teil der Finanzierung über Wohn-Riester abzudecken, könnt ihr im Prinzip nur hoffen, dass ein arbeitsbedingter Wohnsitzwechsel niemals vorkommen wird. Bei einem Verkauf des Objektes müssten die erhaltenen Zulagen und die gewährten Steuervorteile unter Umständen zurück gezahlt werden. Das wäre bitter. Welche Lösung bietet sich euch aber für diesen Fall? Das Schlüsselwort lautet zunächst Vermietung. Wenn ihr beruflich bedingt die mit Wohn-Riester geförderte Immobilie   aufgeben müsstet, habt ihr die Möglichkeit, diese zu vermieten ohne die Förderung zu verlieren. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr die Wohnung oder das Haus spätestens mit Erreichen des 67. Lebensjahres wieder bezieht. Dies liest sich recht einfach, aber ein Umzug  hat häufig noch andere Folgen. Wer fünf, zehn oder noch mehr Jahre an einem anderen Ort lebt, baut sich dort ein neues soziales Umfeld auf. Es ist fraglich, ob die Rückkehr nur auf Grund der geförderten Immobilie wünschenswert ist. Häufig ist in diesem Fall ein Verkauf die sinnvollere Lösung. Aber auch in diesem Fall ist die Riesterförderung nicht verloren. Ihr habt nach dem Verkauf des Objektes ein Jahr Zeit, die anteiligen, freigewordenen Gelder in einen anderen Riestervertrag zu investieren. Für die Wiederanlage der Gelder in eine andere, selbstbewohnte Immobilie stehen euch sogar vier Jahre zur Verfügung. Wohn-Riester ist also doch nicht so eng und kompromisslos zu sehen, wie es auf den ersten Blick scheint. Wohn-Riester und Fremdvermietung – unter bestimmten Aspekten ist es machbar.

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